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Akzeptanz lernen – Das Fundament: Alles beginnt bei uns selbst {Teil 4 von 4}

  • 11. Juni
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 22. Juni

Herzlichen Glückwunsch!


Du bist beim 4. und damit letzten Teil der Serie: "Die Kunst der Akzeptanz" angekommen.



Wie bekommen wir es also hin, uns selbst einen soliden Tanzboden zu bauen, auf dem wir die im vorherigen Teil beschriebenen Schritte üben können?


In dem wir uns in Selbstakzeptanz üben.


Denn die blosse Beschäftigung mit äusseren Beziehungen, Situationen, Krankheiten und Lebensrealitäten, ohne die Auseinandersetzung mit inneren Widerständen, kann keine nachhaltig wirksame Akzeptanz sein.


Von Aussen nach Innen


Ja, Situationen im Aussen zeigen uns oft unsere innere Zerrissenheit, unterbewusste Sorgen und Ängste.


Spannungen präsentieren sich meist zuerst dort, bevor sie im Inneren sichtbar werden, weshalb wir auch oft dort nach der Lösung suchen und dabei den Blick hinein vergessen.


Doch genau dort beginnt es.


Wenn wir nicht unseren inneren Spannungen, Zweifeln und eigenen Urteilen UNS SELBST GEGENÜBER begegnen, steht jede weitere Bemühung, nachhaltig wirkungsvolle Akzeptanz in unserem Leben zu etablieren, auf sehr wackligen Beinen.


Gerade die Selbstakzeptanz schafft es, uns unsere Selbstwirksamkeit zurückzugeben.


Selbstakzeptanz ist nicht eine Frage des eigenen Willens.

Sie ist vielmehr eine Grundhaltung.


Indem wir liebevoll, nachsichtig und wohlwollend mit uns selbst in Beziehung stehen, verstricken wir uns weniger in Selbstzweifel, Stillstand und Opferhaltungen. 


Du hast mehr Einfluss, als Du meist.


Doch nur, wenn Du nicht innerlich ständig im Konflikt und damit gestresst bist.


Selbstakzeptanz entspannt unser Nervensystem.


Wenn uns also Herausforderungen in unserem Leben begegnen, dann ist es sinnvoll, wenn wir die Fähigkeit entwickelt haben, uns selbst zu regulieren.


Denn dann können wir so weit entspannen, dass wir die aktuelle Situation nicht aus einem Filter der Stressreaktion, sondern aus einer klaren, ruhigeren Qualität heraus betrachten können.


In dieser entspannteren und damit selbstwirksamen Qualität, können wir uns der Herausforderung wirklich stellen.


Wir können uns Handlungswege überlegen, wo wir an Rädchen drehen können, um die Situation für uns stimmiger gestalten zu können.


Unsere Ängste, Minderwertigkeitsgefühle und der Glaube, nichts tun zu können, tragen dazu bei, diesen Handlungsspielraum zu übersehen.


Inneren Widerständen begegnen


Unsere inneren Widerstände gegen eine nicht-gewollte Situation brauchen enorm viel Energie und machen das Leben besonders anstrengend.


Wenn wir wahrnehmen: Es ruckelt!, dann können wir durch die blosse Einladung der Qualität der Akzeptanz bereits erste Anzeichen dafür erkennen, wo wir uns mit ihr schwer tun und wo sie einfacher ist.


Und wo sich die inneren Widerstände in Form von Sorgen, Ängsten, Verbitterung, Wut, Trauer oder Verzweiflung bis hin zur Ohnmacht zeigen. 


Unsere inneren Reaktionen sind oft Muster, die unser System als Antwort auf die Situation auspackt, und können von uns im Laufe der Zeit immer besser erkannt werden. Allein schon diese Tatsache bringt uns in einen Zustand der Beobachtung und distanziert uns daher von der Reaktion. 


Denn mindestens eines liegt immer in unserer Entscheidung:


Wollen wir im Widerstand bleiben mit dem, was ist?


Zugegeben: Wir können unsere Widerstände nicht einfach so abschalten.


Was wir brauchen, ist die wohlwollende, neugierige, geduldige Auseinandersetzung mit ihnen.


Wie fühlen sie sich an?

Was lösen sie in uns aus?

Was beschützen sie?


Das ist ein zentraler Aspekt der Inneren Arbeit.


Dabei geht es nicht darum, sie sofort loshaben zu wollen.

Sondern sie anzunehmen und zu integrieren.


Herauszufinden, wo wir uns selbst - eigene Anteile, Eigenschaften, Verhaltensweisen etc. - nicht akzeptieren, ist unausweichlich ein Teil auf dem Weg zu wirksamer Akzeptanz.


Denn nur so können wir Klarheit, Selbstbestimmung, Freiheit und Frieden in unserem Leben etablieren.


Final Words zu Akzeptanz


Wenn Du diese Zeilen hier liest, dann bist Du am Ende dieser Reihe angelangt.


Zeit, kurz innezuhalten und das Gewonnene würdigend zusammenzufassen.


  • Wir haben verstanden, dass Akzeptanz nicht passiv ist, sondern die Basis für nachhaltige Veränderung.

  • Haben die Fallen in dem weit verbreiteten Glauben über Akzeptanz erkannt und sind damit besser vor ihnen geschützt.

  • Wir haben klare Schritte definiert, wie der Tanz zu nachhaltig wirksamer Akzeptanz in der Praxis gelingen kann.

  • Und wir wissen nun, dass die Selbstakzeptanz das Fundament ist. Nur wenn wir uns selbst liebevoll begegnen, können wir klar sehen, ruhig bleiben und nachhaltig handeln – im Aussen wie im Inneren.


Dass diese Serie endet, heisst nicht, dass Deine Reise zu Ende ist. Im Gegenteil: Jetzt beginnt der eigentliche Tanz.


Manchmal wirst Du Dich in der Mitte eines Schrittes finden, manchmal stolpern, dann wieder aufstehen. Das ist normal. Das gehört dazu. Das macht das Leben lebendig.


Eine Einladung an Dich


Nimm Dir Zeit, um nach dem Lesen noch einen Moment lang still zu sein.


Atme.

Lausche.

Spüre: Wo in Deinem Leben brauchst Du gerade mehr Akzeptanz?


- Vielleicht in einer Beziehung, die nicht Deinen Vorstellungen entspricht.

- Vielleicht in einem Beruf, der Dich langweilt.

- Vielleicht im Blick in die Welt, der Dich erschöpft.


Fang klein an.

Ein Moment.

Ein Innehalten.

Eine Entscheidung.


Ich begleite Menschen dabei, genau diesen Weg zu gehen: zurück zu ihrer Selbstwirksamkeit, zu innerer Klarheit, zu friedvollen Beziehungen – nach Hause zu sich selbst.


Wenn Du Unterstützung suchst, begleite ich auch Dich liebend gerne auf Deinem Weg zu mehr (Selbst-)Akzeptanz.


Von Herzen  

Anna Baubin Psychologische Beraterin für Beziehungen aller Art in Zürich


Praxis der inklusiven, systemischen Beziehungsberatung für Einzelpersonen und Paare*


Anna Baubin | Psychologische Beraterin in Zürich




*Paar, Substantiv, (n)- zwei durch eine (wie auch immer geartete) Beziehung miteinander verbundene Menschen.


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